Prävention
von Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt
In der Gemeinschaft der Christlichen Pfadfinder Blaustein e.V. kommen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen zusammen. Wir verbringen gemeinsame Zeit in enger Gemeinschaft. Diese ist geprägt von intensiven Begegnungen, vertrauensvollen Beziehungen und oft langjährigen Freundschaften.
Gleichzeitig wissen wir: Die gewachsenen Strukturen von Pfadfindergruppen bergen – wie zahlreiche bekannt gewordene Fälle aus pfadfinderischen Zusammenhängen zeigen – auch Risiken. Wo Nähe, Vertrauen und Hierarchien bestehen, können grenzverletzendes Verhalten, Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt entstehen.
Wir möchten unsere Mitglieder, insbesondere die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen, bestmöglich schützen. Jede und jeder soll sich in unserer Gemeinschaft frei entfalten können – unter Achtung der persönlichen Grenzen. Deshalb tragen wir Verantwortung dafür, dass die individuellen Grenzen jedes einzelnen Menschen gewahrt und weder von uns noch von anderen verletzt werden.
Uns ist bewusst, dass auch unsere Gruppen nicht grundsätzlich immun gegen Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt sind. Umso wichtiger ist es uns, unsere Gemeinschaft so sicher wie möglich zu gestalten und potenziellen Täterinnen und Tätern möglichst wenig Handlungsspielraum zu lassen.
Wir setzen uns für eine Atmosphäre ein, in der persönliche Bedürfnisse und Grenzen wahrgenommen, ernst genommen und respektiert werden. In unserem Gruppenleben soll eine aktive Kultur des Hinschauens, der Verantwortung und der konsequenten Grenzachtung gelebt werden.
das bedeutet für unser Gruppenleben
In der CPBlaustein gibt es seit 2013 eine kontinuierliche Präventionsarbeit zu den Themen sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht: Prävention ist nur dann wirksam, wenn sie von allen gewollt, getragen und aktiv gelebt wird. Daraus ist bei uns eine dauerhafte und verbindliche Auseinandersetzung mit diesen Themen entstanden.
Neben dem Schutz vor sexualisierter Gewalt legen wir großen Wert auf einen respektvollen allgemeinen Umgang, die Vermeidung von Peer-to-Peer-Gewalt sowie auf eine machtsensible und wertschätzende Sprache. Prävention verstehen wir ganzheitlich.
In allen Altersstufen führen wir regelmäßig altersgerechte Präventionseinheiten durch. Zusätzlich haben wir uns einen verbindlichen Verhaltenskodex für unser Miteinander gegeben, der von allen akzeptiert und umgesetzt wird. Unser Präventionskonzept ist kein Papier für die Schublade, sondern gelebte Praxis, die kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt wird.
Ab dem 16. Lebensjahr verpflichten sich alle Mitglieder unserer Gemeinschaft durch eine schriftliche Selbstverpflichtung auf unseren Verhaltenskodes und unser Präventionskonzept. Darüber hinaus ist alle zwei Jahre ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis vorzulegen.
Unsere Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter sowie alle Verantwortungsträger sind Juleica-geschult und verfügen zusätzlich über eine qualifizierte externe Präventionsschulung.
unser Verhaltenskodes
Ausführliche Darstellung unseres Verhaltenskodex mit einem klaren Aufruf, die eigenen Rechte selbstbewusst einzufordern und die Rechte anderer zu achten – sowie die daraus erwachsenden Pflichten verantwortungsvoll zu übernehmen.
Jugendgerechte, verständlich formulierte Ausarbeitung unseres Verhaltenskodex. Sie erklärt klare Regeln für ein respektvolles Miteinander, stärkt das Bewusstsein für persönliche Grenzen und ermutigt dazu, die eigenen Rechte wahrzunehmen sowie Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
Hier werden die Kinderrechte in den Vordergrund gestellt. Unsere Jüngeren erhalten diese Rechte im Rahmen der Präventionseinheiten als Merkkarte für ihr AZB-Päckchen.